11. April 2016

«Ein Duo, das perfekt harmoniert hat»

11. April 2016, Zuger Zeitung
Die gestrige Matinee im Casinosaal mit Jonas Iten und Margarita Höhenrieder begann mit dem tiefgründigsten Werk. Und die Qualität war durchgehend extrem hoch.

Zug – Ausgezeichnete Interpreten, ansprechendes Programm, voll besetzter Casinosaal: Die Matinee von gestern Sonntag Mittag mit Jonas Iten und Margarita Höhenrieder war ein in jeder Hinsicht gelungener Anlass.
Der Meistercellist Jonas Iten braucht dem Zuger Publikum kaum mehr vorgestellt zu werden. Neben internationalen Auftritten prägt er schon seit vielen Jahren die regionale Musikszene. Nach Ausflügen in die alte Gambenmusik und als Tenorsänger war es diesmal wieder der Klang seines angestammten Instruments, der sich bei romantischen Werken im weitesten Sinn am besten entfaltet. Ebenbürtig interpretierte die den meisten im Publikum vorher unbekannte Münchner Pianistin Margarita Höhenrieder. Ihre musikalische und spieltechnische Souveränität liess im grossen Casinosaal Zug die Qualitäten des Steinway-Flügels voll zur Geltung kommen.
Auf der Höhe der Schaffenskraft
Das umfangreichste und wohl tiefgründigste Werk stand gleich am Anfang: Die Sonate Opus 69 in A-Dur schrieb Ludwig van Beethoven fast zeitgleich mit der weltbekannten Fünften Sinfonie. In der gebotenen Interpretation zeigte sie den Meister auf der Höhe seiner Schaffenskraft. Die beiden Musiker fanden den richtigen Mittelweg zwischen dem Nachvollzug des formal immer noch gültigen Kompositionsrahmens und den oft überraschenden Einwürfen und Harmoniewechseln, mit welchem Beethoven oft in die Romantik und sogar in den Expressionismus vorgreift.
Die linke Hand des Cellisten
Durch das ganze Programm präsentierte sich Jonas Iten in wohlbekannter Manier: souverän, bis in extreme Höhen stets klangvoll und intonations¬sicher, vor allem dank der überragenden Technik mit seiner weit ausgreifenden linken Hand. Die Notenhefte standen zwar offen, aber über weite Strecken spielte er mit halb bis ganz geschlossenen Augen, oder er wandte den Blick seinem Griffbrett zu. Margarita Höhenrieder fand durch ihre jahrzehntelange Konzerterfahrung sicheren Kontakt zu dem erstmals als Kammermusikpartner erlebten Cellisten. In gleicher Weise überzeugte sie bei der Geschmeidigkeit der Läufe bis in die extremsten Tempi wie durch kluge Dosierung der Kraft ihres Anschlags, sodass das klangliche Gleichgewicht stets gewahrt blieb.
Viele schnelle Tempi
Fast immer überwogen schnelle Tempi. Das begann schon mit der Kompositionsstruktur bei Beethoven, wo neben drei Allegro-Sätzen nur gerade die kurze Adagio-Einleitung des Schlusssatzes den Gegenpol markierte. Durch die Auswahl der Werke und die Vorlieben der Spieler ging es im gleichen Sinne weiter, und erst der Mittelteil des «Grand Tango» von Astor Piazzollo schuf den vorher etwas vermissten Kontrast.
Von Frédéric Chopin erklang Opus 3, ein später überarbeitetes Jugendwerk, welches zu Unrecht fast vergessen gegangen ist. In der ersten Hälfte überliess der sonst einseitig auf das Klavier fokussierte Tondichter die Thematik fast ausschliesslich dem Cello, aber schon bald übernahm das Klavier mit den für Chopin charakteristischen Strukturen an einigen Stellen die Führung, ähnlich wie bei dem als Zugabe gespielten Satz des gleichen Komponisten. Die beiden Sätze aus Ballettmusik und Oper des Spaniers Manuel da Falla waren Bearbeitungen aus Orchestermusik. Das Klavier sorgte für das musikalische Grundgerüst und die Klarheit der Gesamtform. Das Cello spielte häufig die meist in Violinlage stehenden Themeneinsätze und verstärkte dazwischen den Bass.
Langer und herzlicher Applaus
Obwohl von den Lebensdaten her in der Moderne, orientierte sich der «Grand Tango» von Astor Piazzolla (1921–1992) überwiegend an klassisch-romantischen Harmonieprinzipien, und er erweiterte die Tonalität nur an wenigen Stellen. Die klangvolle und bis in die extremsten Lagen saubere Wiedergabe fand den Weg zum Publikum.
Dies alles war in gleicher Weise Aufforderung zu einem langen und herzlichen Applaus wie zum Verweilen bei dem von der Theater- und Musikgesellschaft offerierten Apéro im Nachgang zur Matinee. (Jürg Röthlisberger)




20. August 2015 Konzert vom 18.08., Lucerne Festival,KKL

«Karneval-Vergnügen mit Heimvorteil für die Schweizer»

Die Festival Strings versprühten mit Kurt Aeschbacher nicht nur tierischen Humor, sondern sorgten für ein kleines Mozart-Festival.
....der Karneval der Tiere wurde auch dank der von Daniel Dodds temperamentvoll und sicher geleiteten Strings zur Krönung des Abends....Natürlicher Höhepunkt war das Solo des Schwans auf dem Cello, auch wenn sich der Fuchs über ihn als "uffgmotzte Geck"mockierte.


09. November 2014

«BENEFIZKONZERT IN WÜRZBURG: EIN CELLIST ALS HEIMLICHER STAR DES ABENDS»

Mainpost.de
Bisweilen wird sogar mal ein Cellist zum Blickfang eines Konzertabends. .. Beim neunten Benefizkonzert der Würzburger Druck- und Medienunternehmen im Vogel Convention Center hatten die Festival Strings Lucerne ihren Jonas Iten am Cello bewusst zentral mittig unter den 20 Damen und Herren oben auf der Bühne platziert.
Und weil das Schweizer Kammerorchester ohne einen Dirigenten antrat, war die Sicht der 650 Besucher frei auf einen Mann, der lustvoll in seinem Instrument zu versinken schien, der es wie eine Geliebte hielt und behandelte, mal zart, mal leidenschaftlich schauend und spielend, dabei stets genussvoll und nie schauspielerisch aufgesetzt, einem Ben Stiller in der Mimik ähnlich..

http://www.mainpost.de/ueberregional/kulturwelt/kultur/Benefizkonzert-in-Wuerzburg-Ein-Cellist-als-heimlicher-Star-des-Abends;art3809,8422117




10. Januar 2011 Neue Zuger Zeitung

«Auftritt als Solist»

Ein weiteres Mal zeigte sich der Solocellist Jonas Iten von seiner besten Seite: Vom ersten Einsatz an gestaltete er die Rococo-Variationen von Tschaikowsky souverän. Die einfacher strukturierten Themen-Einwürfe erhielten die notwendige Prägnanz, und mit dem zunehmenden Schwierigkeitsgrad der schnellen Läufe bis in teilweise extreme Höhen bewunderte man erneut die technische Sicherheit – mehr noch: Selbst in den Trillerketten des zweiten Satzes, wo die kompositorische Erfindungskraft gegenüber dem Wunsch nach maximaler Viruosität merkbar nachlässt, wusste der Hauptsolist mit einer stets locker und nie verbissen wirkenden Interpretation diese Schwächen elegant zu kompensieren. Nach diesem fulminanten Auftritt spielte der Hauptsolist in sympathischer Weise für die zweite Programmhälfte im Orchester mit....Neue Zuger Zeitung, 10. Januar 2011, Jürg Rötlisberger



27. November 2010 Neue Zuger Zeitung

«Musikalisch-literarische Soiree mit Pfiff»

...ganz anders wirkte es beim Cello-Konzert A-Dur/a-moll op.61 (von Othmar Schoeck), das 1947 entstand. Absolut gleichberechtigt sind der Solist und das nicht nur als Begleitkörper wirkende Orchester. Die harmonisch kühnen Akkordballungen, geheimnisvoll-schwärmerische Passagen und dynamische Kontraste boten herrliche Entfaltungsmöglichkeiten, welche der Zuger Cellist Jonas Iten optimal auszunützen verstand. Mit bravurösem Ton, einer untadeligen Technik und einer beeindruckenden interpretatorischen Potenz verlieh er dem viersätzigen Instrumentalstück Profil und strahlenden Glanz. Eine Meisterleistung. Hannes E. Müller



05. August 2010 Michael Mang

«Mit Pariser Klängen durch die Nebelwand»

..das Schweizer Oktett präsentierte sich als starkes Ensemble, bei dem auch die einzelnen Mitglieder als Solisten überzeugten: Neben dem Klarinettisten Fabio di Casola, der bereits beim Eröffnungskonzert des Musiksommemrs brilliert hatte, begeisterte auch Cellist Jonas Iten mit gefühlvollen, melancholischen Klängen als Solist in der "Elégie opus 24" von Gabriel Fauré, in welcher der Rest des Oktetts die Rolle des Orchesters übernahm...


15. Juni 2009 MUSICA

«Barrière, Concert Spirituel»

***** Eccezionale

Raritäten werden hier dargeboten, Stücke von erlesener Qualität, mit stilsicherer Strenge und prägnanter Klarheit vorgetragen: das macht diese CD zu einer besonderen Kostbarkeit. Obwohl früh verstorben – mit nur vierzig Jahren -, galt Jean-Baptiste Barrière (1707 bis 1747) als einer der hervorragenden Cellisten seiner Zeit, so dass er schon 1730 in die Académie Royale in Paris aufgenommen wurde; er begann sogleich eine äusserst fruchtbare Aktivität, deren Höhepunkt die Publikation von vier Büchern mit je sechs „Sonate per violoncello“ - generell in drei oder vier Sätzen – bildete; es handelt sich dabei durchgehend um Schöpfungen von frischer, ja spritziger Inspiration in den schnellen – nicht selten recht virtuös und eigenwillig niedergeschriebenen – Sätzen, gedankenschwer und verinnerlicht in den langsamen (berührend zum Beispiel das zauberhafte Largo der „Sonata“ in Fis-moll oder das verhaltene Adagio der „Sonata“ in A-Dur).

Der Schweizer Cellist Jonas Iten bietet nun mit Leichtigkeit einige aus den Büchern Nr. 2, 3 und 4 klug ausgewählte, befriedigende Beispiele jener Werke; unterstützt wird er für die – recht abwechslungsreiche – Ausführung des Basso Continuo (Cembalo, Theorbe, Gitarre, Cello, Viola da Gamba in wechselnder Zusammenstellung) von weiteren vier Instrumentalisten. So entsteht eine immer gefällige, abwechslungsreiche Klangreise. Jonas Itens Interpretation ist absolut überzeugend in der streckenweise emotionalen Dichte, stets mit eindringlichem Ergründen.innerer Welten. Das ganze ist getragen von einem Reichtum an Klangfarben und dynamischen Feinheiten, und auf diese Weise erhalten einige breite Adagi den Wert echter Soliloquien, die hineineinführen in ein unerhört tiefes spirituelles Spektrum, das die ausserordentliche Qualität des melodischen Einfallsreichtums erlebbar macht (man höre nur den rührenden zentralen Satz der Sonate in C-Dur aus dem 3. Buch). Ausserdem wird die Aufnahmetechnik dem Werk hervorragend gerecht; sie zeichnet sich aus durch eine bemerkenswerte Natürlichkeit und Klangfrische.
Claudio Bolzan (übersetzt)




09. Juni 2009 Neue Zuger Zeitung

«Jonas Iten setzt den Glanzpunkt»

Ein zahlreiches Publikum besuchte eim Lorzensaal ein Konzert des Orchesters Santa Maria. Es sollte den Entschluss nicht bereuen.

Sourverän und überzeugend:
Im Zentrum des erstenTeils stand die Leistung des Solocellisten Jonas Iten. Nach zahlreichen Auftritten in der näheren und weiteren Region ist es fast überflüssig zu sagen, dass er mit dem Cello-Konzert, Opus 129, von Robert Schumann eine weiter Probe seines hohen Könnens ablegte. Eher gemächlich begann der erste Satz, sourverän im oft recht komplexen Zusamenspiel mit dem Orchester.
Um so brillanter erschien der sehr zügig angegangene dritte Satz, wo der Soloist selbst in den virtuosesten Doppelgriff-Läufen nicht die geringsten technischen Probleme zu kennen schien. Dirigent und Solist fanden sich zu einem gemeinsamen innerlich logeischen Konzept, welches beim Publikum sehr gut ankam. ...


15. Mai 2009 Record Geijutsu Disc Review

«CD, die unbekannte Werke in der Zeit des Barocks wiederbelebt hat»

Jean-Baptiste Barrière (1707 ~ 1747) ist in Frankreich geboren, war Cellist-Komponist und hat eine aktive Rolle im Academie Royale und in Opern gespielt. Er hat in Italien studiert. Das Cello hat sich in Italien immer mehr und mehr als die ältere Viola da Gamba verbreitet. Er hat in Frankreich, als die Viola da Gamba noch dominant war, das neue Instrument verbreitet. Natürlich war er selber ein Virtuose der Viola da Gamba.

Die sechs Sonaten sind für die CD ausgewählt aus seinen gesammelten Werken (4 Bändern. Sie sind alle komponiert für Cello und Generalbasso und bestehen aus 3 oder 4 Sätzen.

Jonas Iten, der den solistischen Part spielt,ist Schweizer Cellist und spielt in verschiedenen Orchestern als erster Cellist. Er ist auch sehr aktiv als Solist. In der CD spielt er Cello mit Darmseiten. Alle Stücke scheinen sehr lebendig, seine Töne klingen sehr schön. Gleichzeitig versteht Iten die eigentümliche Elegance der französichen Barockmusik, insbesonders spielt er den 4. Satz der Sonate F Dur (4. Stück von Volume 2) ausdrucksvoll.

Faszinierend an der CD ist, dass der Generalbasso sehr vielfältig ist. Zipperling, der Barock Cello und Viola da Ganba studiert hat, spielt mit den zwei Instrumenten den Generalbasso. Dazu ergänzen die Theorbe (Rosario Conte) und das Cembalo (Naoki Kitaya). Waters die Ehefrau Zipperlings, spielt Viola da Gamba in ein paar Stücken.
Zipperling spielt redegewandt, umso reicher kann sich die melodiöse Solopart Itens ausdrücken.
von Akira Takahashi






15. Mai 2009 Pizzicato-Luxembourg

«Baroque Finissant »

***** (Maximalnote)

J.-B. Barrière ist gerade mal 10 Jahre alt, als ein gewisser J.-S. Bach – bis zu seinem Weggang nach Leipzig – Kapellmeister in Köthen wird. Zu jener Zeit ist die Viola da Gamba noch ein respektiertes und geschätztes Instrument, nicht nur als Basso Continuo sondern auch für das solistische Repertoire. Bach widmet dem Instrument, wie man weiss, drei Sonaten für Viola da Gamba und „obligatorischem“ Cembalo. J.-B. Barrière ist schon fast am Ende seines viel zu kurzen Lebens, als C.P.E. Bach seinerseits in den Jahren 1745-46 Sonaten für Viola da Gamba und Cembalo komponiert. Aber schon taucht das junge, attraktive Violoncello auf, um die alte Viola zu verdrängen, die sich ihren Altersgebrechen beugt, die Stimme verlieren und für längere Zeit verstummen wird. Von jetzt an werden die Komponisten ihre Liebe und ihr Talent dem Nachfolgeinstrument, dem Cello, widmen.
Trotz seines kurzen Lebens (1707-47) hat uns Barrière vier Livres mit je 6 Sonaten für Violoncello und Basso Continuo sowie ein fünftes Livre mit 6 Sonaten für Pardessus de viole überliefert. Die Livres 1 & 2 stammen vermutlich von 1733-35, das Livre 3 von 1739 und die folgenden von 1740-47. Die 6 hier aufgenommenen Sonaten tragen noch ganz klar die Handschrift des Barocks mit seinem Soloinstrument und einem Basso Continuo, was einen archaischeren Eindruck vermittelt als die Sonaten von Bach, weil dieser dem Cembalo eine schon viel weiter entwickelte Rolle zuschreibt. Es gibt also keinen wirklichen Dialog zwischen den beiden Stimmen bei Barrière. Hingegen die Ästhetik dieser musikalischen Form übertrifft bei weitem das barocke Korsett und zeigt den Weg, auf dem sich die Musik fortan bewegen wird. Diese CD ist also sehr gut gelungen und erlaubt uns, ein Glied in der langen Kette der Musikgeschichte zwischen dem zu Ende gehenden Barock, diesem galanten und empfindsamen Stil vor dem Aufbruch der Klassik, zu entdecken.
Traduction par Sandra Tinner



15. Mai 2009 Neue Luzerner Zeitung

«Jonas Iten spielt virtuos mit den Gegensätzen»

Der Zuger Cellist profiliert sich zunehmend auch solistisch. Nach seiner erfolgreichen CD doppelte er jetzt live im Alleingang nach.

Der 1972 geborene Zuger Jonas Iten erhielt für seine jüngst bei Sony veröffentlichte CD „Concert Spirituel“ mit Werken des Barockkomponisten Barrière überschwängliche Kritiken. Jetzt präsentierte er sich in der Luzerner Peterskappelle live ganz ohne Begleitung als virtuoser, technisch brillianter Cellist mit grossem, in der tiefe kernigem Ton. Als Hauptwerke seines spannend konzipierten Rezitals spielte er Paul Hindemiths Solosonate Nr. 3 und Bachs sechste Solosuite.

Atemlose Tempi:
Hindemiths Sonate präsentierte der Solocellist der Festival Strings als dicht komponiertes Werk, in dem sich Dynamisches, rasant Vorangetriebenes und Besinnliches in schöner Folge ablösen. Bachs hohe Virtuosität erfordernde Suite nutzte der Cellist in bisweilen atemlosem Tempo, das kaum Raum zum Aussschwingen musikalischer Gedanken bot, zur Demonstration stupender Fingergeläufigkeit und Bogentechnik.
Eingerahmt wurden die beiden kapitalen werke der Cello-Literatur von Werken zweier Cellisten, welche die technischen Möglichkeiten des Instruments bis ins Details auszuloten verstanden: Alfredo Piattis Caprice wirkte wie eine rasant hingejagte Arpeggio-Etüde, die dem Spieler knifflige Intonationsprobleme bereithält. Caspar Cassados Suite bot im Präludium Gelegenheit zu sich weit hinziehenden Gestaltungsbögen und differenzierten und vielschichtigen Klangbildern.
NM





27. April 2009 Bote der Urschweiz

«Fabelhaftes Konzert»

Fabelhaftes Konzert
.......ein Highlight war der Auftritt des Cellovirtuosen Jonas Iten aus Zug. Er bewies sein fabelhaftes Können im „Konzert für Violoncello und Blasorchester“ des österreichischen Komponisten Friedrich Gulda. Der erste Satz – die „Idylle“ – brachte einen Kontrast mit Hornklängen. Danach folgte der Soloteil für den brillanten Cellisten: Mal sehr schnell, dann ganz gemächlich, gespickt mit schrägen Tönen, begeisterte Jonas Iten die Zuhörer, aber auch die Musiker auf der Bühne, die eine Pause einlegten. Sehr präzise und virtuos strich und zupfte sich der Cellist durch seinen Solopart. Es folgte kräftiger Beifall.
Stefan Spirig





16. April 2009 ASAHI Shimbun

« For your collection Music Classic- Concert Spirituel Six Sonates for Cello and Basso Continuo by Jean-Baptiste Barriere»

Der Cello-Virtuose, J.-B. Barrière lebte in der erste Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er wurde nur 40 Jahre alt. Seine Sonaten sind vielmehr Rococo mit der vollen Grazie als Barock. Man fühlt darin eine Genesis der (Wiener) Klassik. Seine Werke wachen mit dem kräftigen Bogen nach dem lange Schlaf von ca. zweieinhalb Jahrhunderten auf.





16. April 2009 Neue Zürcher Zeitung

«Barocke Urenergie»


Der Cellist Jonas Iten spielt Jean-Baptiste Barrière

Auf seiner jüngst erschienen CD ist der in Zürich wirkende Zuger Cellist Jonas Iten von einer ganz neuen Seite zu entdecken. Er spielt barocke Sonaten von Jean Baptiste Barrière und identifiziert sich ganz damit.


Jonas Iten ist in Zürich vor allem als wendiger und zuverlässiger Solocelist des Kammerorchesters Camerata Zürich bekannt. In derselben Funktion ist er auch bei den Festival Strings Lucerne tätig und sympathischerweise ebenfalls in seiner Heimatstadt bei der Zuger Sinfonietta. Als Solist konnte man ihm bereits oft begegnen, zur Hauptsache im klassisch-romantischen Repertoire, aber seine neuste CD, die nun beim internationalen Label Sony Music erschienen ist, überrascht in mehrfacher Hinsicht: Zu hören ist erst einmal Musik, die bisher im Repertoire nur beschränkt ihren Ort gefunden hat. Jonas Iten wählte sechs der vierundzwanzig in vier Bänden erschienene Sonaten für Violoncello und Basso continuo des französischen Barock-Komponisten und –Cellisten Jean-Baptiste Barrière aus. Er spielt sie umwerfend gut, mit Stilsicherheit und einer Leidenschaft sondergleichen.

Neue Farbpalette:
Ohne eine intensive Auseinandersetzung mit dem Notentext und der Aufführungspraxis der Zeit ist eine so packende, neue Hörperspektiven eröffnende Interpretation nicht möglich. Iten hat denn auch während zweier Jahre sein ganzes kreatives Potenzial in das Projekt investiert. Und nochmals die Schulbank gedrückt, denn er ging zum Barock-Cellisten Rainer Zipperling: „Ich wollte genau wissen, wie die verschiedenen barocken Interpretationsansätze konkret auf dem Cello umgesetzt werden können, damit ich die Mittel wie Phrasierung, Artikulation, Betunungen oder Vibrato bewusster einsetzten kann; nicht als Gebot oder Verbot, sondern wirklich als Ausdrucksmittel.“ Bei Zipperling habe er sich eine neue Farbpalette erarbeitet, um Barockmusik adäquat darzustellen.
Iten beschloss, die Barrière-Sonaten mit Darmsaiten zu spielen und auch die tiefe französische Stimmung der Zeit zu verwenden: Der Stimmton a hatte nicht 440, sondern 393 Hertz, die Musik klingt also knapp einen Ganzton tiefer, als wir es heute gewohnt sind. „Am Anfang war das nicht einfach, weil ich das absolute Gehör habe, aber der so andere Klang hat mir sofort eingeleuchtet. Da spielt man nicht mehr mit falsch-romantischer Bravour; die Darmsaiten rebellieren sofort, wenn man die Kraft unrichtig einsetzt. „ Der neue Klang ist es denn auch, der einen beim Hören der CD sofort frappiert. Er ist warm, grundiert, organisch und damit in der Farbe sehr französisch, was durch die Verwendung von Gamben im Continuo unterstrichen wird. Gleichzeitig aber spürt man, dass das Cello ursprünglich ein italienisches Instrument ist. Barrière, der wohl virtuoseste Cellist seiner Zeit, hatte denn auch in Italien studiert und gewirkt. Die Erregung, das emotionell Unberechenbare des italienischen Stils ist in Itens Interpretationen sehr präsent.

Seelenverwandtschaft:
Doch müsse man dabei auch einen kühlen Kopf bewahren und mit de Bild der Barockarchitektur vor Augen spielen, betont Iten: „Das ist reiche, ur-energetische Musik, gleichzeitig aber auch eine Einheit.“
Die Sonaten habe er eher zufällig entdeckt. Das Cello, das er jetzt spiele, habe er von einem Arzt übernommen. „Er schenkte mir die Noten dazu, darunter fand sich eine romanatische Barrière-Ausgabe mit ausgeschriebner Klavierbeleitung.“ Mehr und mehr habe er darin indes eine ausserordentliche Ausdruckswelt entdeckt.
Heute spielt er aus Faksimileausgaben und gemeinsam mit einer Contiunuo-Grppe von Barock-Spezialisten. Naoki Kitaya beispielsweise wirkt als Cembalist mit, Rainer Zipperling als Continuo-Cellist und –Gambist.
Zu Barrière empfindet Iten beinahe eine Artz Seelenverwandtschaft. „Die Spielfreude am Instrument ist mir nahe. Die langsamen Sätze gehen in die Tiefe und sind voller Schönheit, dann kann die Musik aber auch wieder ganz ekstatisch werden. Barrière schrieb vielseitig und individuell.“ Auch er selber sei eher ein individueller Typ. Und die Vielseitigkeit entdeckt man, wenn er seine weiteren Tätigkeiten aufzählt. Denn Jonas Iten unterrichtet, er konzertiert im Duo mit dem Pianisten Daniel Vaiman, ist Mitglied des Schweizer Oktetts, welches unter anderem neue Schweizer Volksmusik spielt.
Und er ist wie erwähnt Solocellist in drei Kammerorchestern. „Im Orchester ordnet man sich selbstverständlich einem Dirigenten unter. Bei Barrière entdecke ich dagegen ein hoch inspiriertes, solistisches Sprechen aus einem reichen Innenleben heraus, das reizt mich.“ An dieser Musik habe er sich – nun Mitte Dreissig – enorm entwickelt. „Ich wünsche mir, dass ich diese Leidenschaft behalte. Wenn ich mich jetzt weiterentwickeln konnte, kann ich das hoffentlich mit vierzig oder fünfzig auch noch.“
Alfred Zimmerlin





16. April 2009 YOMIURI Shimbun

«Concert Spirituel Six Sonates for Cello and Basso Continuo by Jean-Baptistee Barriere »

CD mit den schönen sechs Sonaten von Jean-Baptiste Barrière, der als einer der wenigen Sonaten-Komponisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gilt. Der Cello-Virtuose, Jonas Iten spielt sie lebendig. Er spielt vielstimmige Musik. Seine Technik ist aussergewöhnlich. (Deutschland, Harmonia Mundi)








17. März 2009 Classica Répertoire (France)

«»

Im Booklet dieser CD lobt Rainer Zipperling die Neigung des jungen Schweizer Cellisten, sein Repertoire zu erneuern und neue Horizonte zu entdecken. Jonas Iten, geboren 1972 in Zug, lernte absolvierte seine Cello-Ausbildung in der Tradition der modernen Cellisten, perfektionierte sein Spiel bei Arto Noras, Antonio Meneses und beim berühmten William Pleeth, bis schliesslich seine natürliche Neugier ihn dazu führte, Interpretationskurse für Barockmusik zu belegen. Mit seiner zweiten CD kommt Jonas Iten auf eine alte Liebe zurück: Barrière. Man kommt nicht umhin, die mitreissende Virtuosität Itens zu erwähnen. Er ist ein beeindruckender Instrumentalist, der mit den Tücken des Barriereschen Stils, der manchmal Erinnerungen an den für die Viola da Gamba typischen Stil durchscheinen lässt, spielerisch und ohne Anstrengung zurande kommt. Wie es das Finale der Sonate N° 6 (Livre IV) mit seinen dicht aufeinander folgenden Arpeggi und seiner entwaffnenden Pracht bezeugt, führt Jonas Iten die Stimme mit einer atemberaubenden Natürlichkeit, einer Lebhaftigkeit und einer vollkommen erfrischenden Vielfalt von Akzenten (Sonate N° 3, Livre III, Track 19, Allegro), unterstützt von der expressiven Wandelbarkeit seines französischen Cellos (Mitte 19. Jahrhundert), aus dem er stetig die entzückendsten goldbraunen Herbsttöne hervorzaubert. Wenn diese CD beim ersten Hören noch wegen eines Gefühls von Entfernung verwirrt, entpuppen sich die Interpretationen von Iten und seinen Mitspielern sehr schnell als eine betörende Poesie. Welche Leichtigkeit des Strichs! Die Feinheit der Theorbe am Anfang des Largos der 2. Sonate bereitet einen Augenblick seltener Intensität vor, wo der schlichte und melancholische Gesang des Cellos sich in eine magische Struktur einfügt, die bezeichnend ist für die Sorgfalt, mit der diese CD in Bezug auf die Transparenz des musikalischen Materials und der instrumentellen Balance gestaltet ist. Das Wunder Jonas Iten? Vielleicht dass es ihm gelingt, den Visionär Barrière unter den grossen Cellisten am Ende des 17. Jahrhunderts aufleuchten zu lassen. In dieser Hinsicht betont der freie und reichhaltige Generalbass die Zweideutigkeit. Eine CD, die nie aufhört, ihre ZuhörerInnen aus der Fassung zu bringen…
Pierre-Yves Lascar, Classica Répertoire
Übersetzung: Sandra Tinner








16. März 2009 Wiener Zeitung

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Der französische Komponist J.B. Barrière stammte aus einfachen Verhältnissen und stieg zu gefeierten Cello-Virtuosen auf. In seinen Kompositionen erweist er sich allerdings keineswegs als Meister der virtuos-leeren Geste, sondern als ein Komponist von vollendetem Formbewusstsein und Geschmack. Die Delikatesse der harmonischen Wendungen ist oft verblüffend, die Melodien strahlen unverbrauchte Frische aus. Perfekt ist die Interpretation durch den Schweizer Cellisten Jonas Iten. Für Barockfans unverzichtbar!
Wiener Zeitung





15. März 2009 Musik und Theater

«Barockcello à la française»

Nicht nur Italien mit seinem Fixstern VIvaldi, auch Frankreich hat seine barocke Celloschule. Einer ihrer wichtigsten Vertreter ist Jean-Baptiste Barrière, der 1707 als Sohn eines Schusters in Bordeaux geboren wurde und 1747 in Paris als einer der bekannstesten Cellisten und Gambisten seiner Zeit starb. Vier "Livres" mit jeweils sechs Cello-Sonaten sind neben Musik für Gambe oder Cembalo von ihm überliefert, farbige, machmal witzige, machmal meditative, stets inspirierte, individuelle Stücke. Immer spürbar bleibt Barrières Experimentierlust, die ihn dazu trieb, die spieltechnischen Möglichkeiten seines Instruments auszuloten.

Der 1972 in Zug geborene Cellist Jonas Iten spielt mit beeindruckendem Repertoire an klanglichen und gestalterischen Möglichkeiten und einem wachen Stilgefühl. Für diese Einspielung von sechs Sonaten Barrüres zog er Darmsaiten auf und vertiefte sich in die historischen Sielweisen. Auch das Continuo besteht aus Kennern und Könnern im Spiel auf originalen Instrumenten: Der Lautenist Rosario Conte an der Theorbe, Naoki Kitaya am Cembalo, Rainer Zipperling am Barockcello und Ghislaine Wauters an der Ganbe sorgen für eine sehr reichhaltige, abwechslungsreiche und farbige Continuo-Begleitung.
Reinmar Wagner


14. März 2009 NDR Kultur

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Der aus der Schweiz stammende Cellist Jonas Iten greift für seine neue Aufnahme zu einem französischen Barockcello mit Darmsaiten. Stilecht nähert er sich den Sonaten von Jean-Baptiste Barrière, einem der Begründer der französischen Cello-Schule. Er hat sechs musikalisch einfallsreiche Sonaten für Cello und Generalbass ausgewählt, die Barrière als Meister von vollendetem Geschmack und Formbewusstsein zeigen. Durch die Bespannung mit Darmsaiten entsteht ein warmes Klangbild, das den Mitmusikern (darunter Rainer Zipperling) das Continuo-Spiel auf Gamben erlaubt.
Philippe Cavert, NDR Kultur




15. Februar 2009 crescendo

«Teufelscellist Jonas Iten; Barockmusik par excellence»

Wie schön, wenn man einen echten „Wow-Moment“ erlebt: Jonas Iten, der für diese Aufnahme ein mit Darmsaiten bespanntes Cello verwendet, musiziert, als würde es um sein Leben gehen. Damit sind nicht nur die teilweise furchterregenden Höchtschwierigkeiten gemeint. Iten lässt zudem durch leuchtendes Melos und beseelten Ernst aufhorchen. Die selten gespielte Musik Jean-Baptiste Barrières (derzeit führt der deutsche CD-Markt nur eine andere CD mit sechs weiteren Cellosonaten) beinhaltet immer wieder Passagen, die eine Ueberfülle an Emotionalität und dramatischer Substanz zu bieten haben. Man höre nur das Adagio der „E-Dur-Sonate“(Track 6). Die Produktion fasziniert vom ersten Augenblick an mit einem Klangbild, das in seiner luftigen Räumlichkeit, seiner Ausgewogenheit von Opulenz und Klarheit an die besten Barockaufnahmen der Kultklangschmiede ECM erinnert.
Harald Reiter
Crescendo 2-2009
http://issuu.com/crescendo/docs/crescendo2-2009/25



12. Februar 2009 Tages-Anzeiger

«Jonas Iten»

Der Zuger Cellist Jonas Iten ist keiner, der den immergleichen Trott schätzen würde, und das hört man auch seinen Interpretationen an. Er geht auf eigentliche Forschungsreisen durch die wechselhaften Klanglandschaften dieser Barrière-Sonaten. Er holt aus dieser Musik heraus, was drinsteckt: mit einer fast fast beiläufigen Virtuosität und leichthändig eingestreuten Verzierungen, mit kantablem und auch mal rezitativischem Ton.
Susanne Kübler




01. Februar 2009 Zentralschweiz am Sonntag

«Cello-Solo und fast solistische Bläser »

Die grosse Linie bewahrt

..Besonderes Interesse im Publikum fand der Zuger Solo-Cellist Jonas Iten, welcher ein weiteres Mal durch sein ausgezeichnetes Spiel beeindruckte. ..Jonas Iten spielte den sehr anspruchsvollen Solopart nicht nur technisch souverän: Vielmehr konzentrierte er seine grosse innere Spannkraft auf den musikalischen Gehalt des Werkes - neben aller Liebe zum Detail blieb auch stets die grosse Linie gewahrt.
...Gar keine derartigen Probleme bot die Bearbeitung der "Waldesruhe", opus 68, von Antonin Dvorac. Neben aller Stilsicherheit beeindruckte hier beim Solisten vor allem der kraftvolle Einsatz der linken Hand, welcher die Daumenlage weit gehend entbehrlich machte und bis in die höchsten Lagen einen vollen Ton ermöglichte.


25. Januar 2009 Mittelland Zeitung

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Endlich, will man fast sagen, endlich ist dem Schweizer Cellisten Jonas Iten die Ehre zuteil geworden, bei einem grossen Label eine CD einzuspielen.
Christian Berzins










13. Dezember 2008 Neue Luzerner Zeitung

«Besinnlichkeit mit Groove»

..nachdem die zwei Sonaten von Jean Baptiste Barrière in der ersten CD gut angekommen waren, konzentriert sich Iten auf diesen Komponisten und setzt bei der Interpretation auf den barocken Stil.... Der wohlig sonore Klang von Itens Cellos in tiefen Lagen, der geschmeidige kantable Schmelz und ein musikantischer Drive bringend all das weich atmend und scharf poiniert zusammen.


11. Dezember 2008 Neue Zuger Zeitung

«Wohlfühlmusik»

…die Instrumentierung ergibt eine angenehme Klangmischung. Entstanden ist eine Wohlfühl-CD, die einen trüben Wintertag versüssen kann. Insbesondere in den langsamen Sätzen wirkt Jonas Itens Cellospiel richtiggehend betörend. Flavia Rivola



03. Dezember 2008 Zuger Woche

«Jonas Iten spielt Jean Baptiste Barrière.»

Der Zuger Cellist Jonas Iten ist ein aussergewöhnlicher Musiker, das stellt er auf seiner aktuellen CD einmal mehr eindrücklich unter Beweis. Jean Baptiste Barrière(1707-1747) war einer der Gründer der französischen Celloschule. Sein Hauptwerk sind sechs grosse Sammlungen, von denen die meisten dem Cello gewidmet sind. Der Zuger Cellist Jonas Iten hat aus diesem reizvollen Oeuvre sechs Sonaten für Cello und Generalbass ausgewählt, die bezüglich musikalischem Einfallsreichtum, Spieltechnik und emotionalem Gehalt das ganze Spektrum des Komponisten Jean Baptiste Barrière abdecken. Eine wahre Entdeckung, und dies nicht nur für Fans von Cellomusik!
Wir verlosen drei Exemplare dieser wunderschönen CD.
Dany Kammüller



13. Mai 2008 Mittelland Zeitung

«Musikalische Gefühlswelten»

In ihrem präzisen und zugleich auch leidenschaftlichen Zusammenspiel führen Jonas Iten und Naoki Kitaya das Publikum in diese musikalischen Gefühlswelten. Jonas Iten begeistert mit Passagen der Solo Suite Nr. 6 von J.S. Bach, in die er andeutungsweise improvisatorische Züge einfliessen lässt. Sein Cellospiel ist von grosser Hingabe geprägt.


29. Januar 2008 Neue Zuger Zeitung

«Steile Vorlagen für Jonas Iten»

In Cellokonzerten von Haydn und Boccherini brilliert als Solist der junge Zuger Jonas Iten. Er verspricht zwar „Klassik pur“. Ein Schuss Barock darf aber trotzdem sein.
Auch in Oberwil brachte Jonas Iten die von vielen früheren Auftritten dem Zuger Publikum wohl bekannten Qualitäten voll zur Geltung: Vom ersten Ton an gestaltete er den anspruchsvollen Notentext technisch und musikalisch souverän. Das durch das ganze Programm blattfreie Spiel erleichterte den sicheren Kontakt mit dem Dirigenten und dem Orchester über alle Freiheiten in der Tempowahl hinaus…



01. Mai 2007 Neue Luzerner Zeitung

«Jonas Iten hat mehr als nur Talent, er vermag sein Publikum zu verzaubern»

JI berührte das Publikum mit seiner warmen und leidenschaftlichen Tonsprache. Mit dem lettischen Pianisten Daniel Vaiman hatte er ..einen sensiblen und meisterhaften Duopartner zur Seite. Die tiefe gefühlsmässige Beteiligung, welche die Interpretation verriet, berührte die Zuhörenden. J I entlockte seinem Instrument am Schluss mit sichtlichem Genuss die höchsten Töne..sie tauchten den Saal in eine magische Stimmung, sodass sich das Publikum kaum zu klatschen getraute.


28. November 2006 Neue Zuger Zeitung

«Bach und Barrière bescherten Jonas Iten Erfolg»

Kaum hatte Jonas Iten nach dem letzten Satz aus Barrières Suite Nr. 6/4 in C-Dur den Bogen gesenkt, als auch schon Jubel und Applaus losbrachen. Der Reihe nach erhoben sich die Zuhörer im grossen Saal des Casinos Zug... Die gefühlvolle Interpretation, unterlegt mit Cembaloklängen, war fliessend wie ein seidenes Band und betörte das Herz. Wie aus einem Guss spielten die beiden Musiker Jonas Iten und Cembalist Naoki Kitaya…Atemberaubende Tempi sowie feinfühlig modulierte lange Töne versetzten gleichermassen in Erstauen und Begeisterung. Nebst der Musik wird man aber auch nicht müde, Jonas Iten zuzuschauen. Er schwelgt, geniesst, lacht. Auch der zuhörer lebt mit, schweigt mit und lacht sogar mit. Itens Art zu spielen ist nicht abgehoben oder überheblich, sondern sympatisch.


31. Mai 2006 Bankok Post

«An impressive performance»

Andante Cantabile for Cello and strings op. 11 featured Jonas Iten as soloist. He charmed the audience with his pleasant and gentle smile. His expressive and romantic approach to the piece was well received. The way he stretched out musical phrases was absolutely beautiful.